Sardinien 2007
Sardinien, vom 21.04.07-05.05.07
Länge der Insel ca. 270 km und Breite ca. 150 km. Sie bietet unendlich viel Fahrspaß.
1. Tag: Samstag der 21. April 2007
Anzahl Kilometer:
750
Fahrstrecke:
Mürscht-Madonna di Campiglio (SS239)-Tione (SS239)-Storo
Geschehen/Ereignisse:
Um 07:00 Uhr bei 0° C und herrlichem Wetter und Sonnenschein starteten wir (Ralf, Elke, Otmar, Petra, Uwe, Lisa und ich) in Mürscht. Wir waren mit 4 Motorrädern unterwegs. Das erste Highlight unserer erlebnisreichen Tour war, daß Barny bereits nach 215 km ohne Sprit auf der Autobahn liegen blieb. Ralf half als Retter in der Not in dem er 1 Liter Sprit zur Ducatti (zukünftig nur DucDuc genannt) fuhr. Die erste Nacht verbrachten wir nördlich des Itrosees in Storo. Dieses Quartier war die Hölle!!!
2. Tag: Sonntag der 22.April 2007
Anzahl Kilometer:
750
Fahrstrecke:
Storo-Idro-Gargnao(Gardasee)-Desenzano del Garda-BAB Verona-Modena-Maranello-Abedone Pass-Lucca-Livorno
Geschehen/Ereignisse:
Die Mittagspause verbrachten wir in Desenzano am schönen Gardasee. Beachtenswert war die Schuh- und Kleidermode der Passanten und vor allem der -innen. Es war schon richtig warm, so daß der Rödel lief. Die anschließende Autobahnfahrt war sehr ermüdend. Gott-sei-Dank kam dann über den Abadone-Pass die Abwechslung. Ein ganz kurzer Regen vermieste uns aber die schöne Fahrt über den Pass nicht. Nach dem Abadone gingen die Probleme mit der DucDuc los. Otmar jammerte über keine, beziehungsweise zu geringe Leistung und die DucDuc spieh im wahrsten Sinne des Wortes Feuer (aus den Endrohren der beiden Auspuffrohre). Mit gedrosseltem Tempo (max. 120 km/h) erreichten wir dann den Hafen von Livorno. Unsere Ladies kauften mit Packesel Barny Fressalien für die Bootsfahrt ein. Das Übersetzen von Livorno nach Sardinien in den Golf von Aranci dauerte von 23:00 bis 07:00 Uhr und war völlig problemlos. Uwe ist ein cleveres Bürschchen. Er verteilte vor Auffahrt auf die Fähre alles Gepäck und so hatte er beim Verlassen des Fahrzeugdecks hinauf in die Bar nur seinen Helm zu tragen. Lisa und viele andere registrierten dies mit entsprechenden Worten. Beim Händewaschen legte ich meine Uhr aufs Waschbecken und lies sie liegen. 5 Minuten später bemerkte ich meine Tabbichkeit und eilte zurück, die Uhr war aber schon geklaut.
3. Tag: Montag, der 23. April 2007
Anzahl Kilometer:
70
Fahrstrecke:
Golf von Aranci-Costa Smeralda-Olbia-Porto Laverna
Geschehen/Ereignisse:
Ankunft mit der Fähre um 07:00 Uhr im Golf von Aranci. Nach ein paar Kilometern frühstückten wir an der Costa Smeralda. Cafe Latte Macchiato und Croissant 28 €. Heftig. Auf der Suche nach einer Werkstatt landeten wir bei Luca dem Rennmechaniker in Olbia. Luca ist bzw. war ein netter, sauber arbeitender Techniker. Respekt. Petra war das erste Mal am Rande eines Nerven-Zusammenbruches. Viele, viele Telefonate waren erforderlich. Letztlich bekam sie die Telefonnummer eines qualifizierten und auch einflußreichen Menschen bei Ducati Deutschland. Die Ursache des DucDuc-Problmes war nicht klar. Die Auswirkung schon. Keine Leistung und stak verrußte Zündkerzen. An diesem Tag kommunizierten wir mit Luca und einem Bekannten von Luca italienisch, englisch und mit den Händen. Klarheit brachte unser guter Geist von Ducati Deutschland aber nicht die Lösung des Problems. Die DucDuc hatte auch zu wenig Öl gehabt! Das italienische Motorrad, ein Geschwür. Luca erneuerte die Zündkerzen, machte Ölwechsel, checkte dies und jenes und polierte die DucDuc. Unser Aufenthalt bei Luca dauerte von 10:00 bis 16:00 Uhr und 30 ° C im Schatten. Danach fuhren wir ca. 30 km nach Porto Laverna in eine Ferienanlage und übernachteten für 25 € ohne Frühstück. Im Ort trafen wir Deutsche die uns ansprachen. Dies war "Mama Maria" mit ihren Töchtern. Die Familie lebte 29 Jahren in Deutschland. Wir buchten 1 Übernachtung bei Mama Maria Bistis. Am Abend gingen wir zu Fuß zum Pizza Essen. Es war die beste Pizza während des gesamten Urlaubs. Im Lokal schwatze Elke dem Besitzer 3 Flaschen Mirto für 30 € ab.
4. Tag: Dienstag, der 24. April 2007
Anzahl Kilometer:
315
Fahrstrecke:
Porto Laverna-Cala Gonone-Monto Ortobene-Fonni-Orgosolo-Cala Gonone
Geschehen/Ereignisse:
Das Frühstück nahmen wir mitten im Ort ein für 16 € (1 Croissant und ein Latte Macchiato). Wir fuhren nur wenige Kilometer bis Cala Gonone. Dort machten wir uns gleich auf die Suche nach einem Zimmer. Mitten im Ort lag das Miramare Hotel. Unsere Frauen lobten uns für die Erfüllung eines Wunschtraumes in Form unserer Hotelzimmer. Trotz Uwe's Seeräuberlook durften wir die Zimmer beziehen und dies zu einem sehr günstigen Preis von 30 € pro Nacht incl. Frühstücksbuffet. Dort lernten wir den Kellner Daniele kennen. Dies war eine liebe nette Bekanntschaft. Beim Beziehen der Zimmer zog ich durch den Hotelgang eine rotbraune Spur. Wäre ich eine Frau hätte man denken können ich hätte meine Tage und laufe aus. Im Zimmer wurde die ganze Sch.... sichtbar. Die Flasche Mirto war ausgelaufen. Alle Klamotten waren getränkt in der zuvor beschriebenen Farbe. Im Koffer stand zudem noch 1,5 cm hoch der süße Babb. Ich versuchte die Sauerei im Waschbecken zu beseitigen. Keine Chance. Danach unternehmen wir noch eine kleine Tour in die ehemalige Räuberstadt Orgosolo.
5. Tag: Mittwoch, der 25. April 2007
Anzahl Kilometer:
300
Fahrstrecke:
Streckendokumentation per Foto fehlt noch
Gala Gonone-Olbia-Orgonsola-Fonni-Aritzo-Azzara-Passo ?(1040 ü.M.) und zurück
Geschehen/Ereignisse:
Elke fand im 3. Anlauf die Strecke von Orgonsola nach Oliena. Diese Straße war sehr eng. Im Naturpark liefen die Viecher (Schweine, Kühe, Ziegen) frei umher, selbst auf und über die Straßen. Lisa versuchte vergeblich ein Schwein zu fotografieren. Selbst Lockrufe wie "Schnuck Schnuck!!" (beim Schwein!?) nutzen nichts. Selly fuhr insgesamt super voraus. Kein Wunder bei unserem guten Touren-Guide Elke. Ich glaube Elke wurde in der Achterbahn geboren, so wie die bei rasanter Kurvenfahrt auf dem Moped herum turnt. Trotz gutem Fahrens und super Führung landete Selly einmal mitten in einer Schafherde. Uwe, der neue "Lefti" fuhr fast auf. Gut, daß es ABS gibt. Das am Vortag endlich gebuchte Essen auf einem Bauernhof (Agrotouristik) war ein großer Reinfall für 22 €. Elke outete sich als großer Schnipper. Das Taxi sollte nochmals 70 € kosten. Der Fahrer verlangte aber nur 42 €. Nach Rückkehr im Hotel gingen wir anschließend mit Daniele in eine Bar wo Uwe sich als zukünftiger Reisemanager besonders hervor tat.
6. Tag: Donnerstag der 26.April 2007
Anzahl Kilometer:
0, Selly fuhr nach Dorgali um Elke zu holen
Fahrstrecke:
Golf von Aranci-Costa Smeralda-Olbia-Porto Laverna
Geschehen/Ereignisse:
Heute morgen kam die Ernüchterung, es regnete leicht. Das Wetter wurde aber wieder schön und wir mieteten ein PS-starktes Boot. Ich als Bootsführer versuchte die Kurven der Straße auf das Wasser zu übertragen. Nach Meinung von Petra gelang mir das recht gut. Petra hatte ihren besonderen Spaß. Barny sprang als einziger in das kühle klare Wasser. Wir die Männer hatten nur Getränke eingekauft. Lisa hatte großen Hunger, vor allem die Einbildung tat noch ein übriges. Uwe der Sauhund, weckte mich mit kaltem Wasser. Uwe bot mir ein Bier an. Ich hatte Durst, trank und spetze das ekliges kalte Salzwasser im hohen Bogen aus. Elke unser Touri mußte mit hohlem Bauch! zum Reiten. Die Stimmung unter den Frauen war famos (geladen). Endlich war unser Tourenguide (Antreiber) weg und wir genossen unsere Freiheit. D.h. alle machten nichts. Mir setzte die Allergie derart stark zu, daß ich die Augen nicht mehr öffnen konnte. So schlimm hatte ich es noch nie. Das war auch ein Grund mit, daß wir unser gemietetes Boot einfach zurück gegeben haben. Am Abend servierte uns Daniele endlich ein super sardisches Essen (wie wir es am Vortag erwartet hatten). Ich hatte heute meinen großen Waschtag um meine Klamotten vom Mirto zu reinigen. Die weißen Socken und die Jeans hatten immer noch verdächtig rotbraune Flecken.
7. Tag: Freitag der 27. April 2007
Anzahl Kilometer:
340
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Während der Nacht gab es ein großes Gewitter und es regnete am Morgen immer noch (oder schon wieder). Das Wetter klarte auf und wir fuhren gegen 10:00 Uhr über die Berge nach Arbatax. Unsere Tour wurde jäh unterbrochen durch eine von einem Erdrutsch zum Teil weggespülte Straße. Am roten Felsen von Arbatax machten wir ein Picknick. Dies hatten diesmal die Frauen besorgt. Es mundete seeeehr. Anschließend fuhren wir um einen Bergstock (Monte Liana) der aussieht wie eine Brustwarze und auch so genannt wird. Danach meldete sich das Schrottmoped von Barny wieder. Sie hatten die gleichen Probleme wie zuvor. In Nuorno suchten wir Ducati auf. Der technische Direktor von Ducati Deutschland leistete erneut prima Dolmetscherdienste. Er hatte auch die Durchschlagskraft auf den italienischen Techniker, sodaß er sich gleich um die DucDuc kümmerte. Der Tausch zweier Zündkerzen (und vielleicht eine veränderte Einstellung der Einspritzung) waren das Ergebnis. Die eigentliche Fehlerursache wurde aber immer noch nicht gefunden. Es gab nur die Zusage, wenn wieder was auftritt holt Ducati die Kiste und die Barny bekommen ein Leihauto. Petra war ganz arg fertig. Wir verbrachten ca. 3 Stunden bei Ducati. Am Abend verzehrten wir Pizza. Ich hatte mehrere Tage nicht geschi..., dies plage mich die ganze Nacht.
8. Tag; Samstag der 28. April 2007
Anzahl Kilometer:
70
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Gleich nach Cala Gonone fand ein Bergradrennen (ital. Ameisen) statt. Da das Geld knapp wurde versuchte ich Geld am Bankomat zu holen. Leider vergeblich da er defekt war. Wir fuhren wieder schöne Strecken und hatten eine super Brotzeit am Passo ???. Cappuccino bzw. Latte Macchiato tranken wir in Vilasinus. Die Entscheidung noch etwas weiter zu fahren war ein folgenschwerer Fehler. Der Wunsch etwas kostengünstiges für die Übernachtung zu finden (Bed-and Breakfest) schlug leider fehl. Die erste Unterkunft war sehr schön, hatte aber nur 2 Zimmer. Bei der zweiten Möglichkeit sollte ein Doppelzimmer 80 € kosten. Eine Frechheit. Die Nacht griff bereits nach uns und so steuerten wir ein "fürnehmes" Hotel an. Der Spezialpreis für ein Doppelzimmer betrug 144 € allerdings mit Buffet abends und morgens. Das Einzelzimmer sollte 97 € kosten!! Hab' ich einen Geldscheißer?! Nein. Wir entschieden uns weiter zu fahren, trotz stockdunkler Nacht. Das nächste erst beste Hotel war uns. Es kostete für das Einzelzimmer 67 €. Das Abendessen und das Frühstück mußten extra bezahlt werden. Letztlich sind wir auch nicht billiger, als beim Hotel zuvor, gekommen. Als wir bereits umgezogen das Restaurant betraten erhielten wir die gesamte Aufmerksamkeit wegen unserem Räuberzivil. Selly kam mit Motorradhose und Schlappen. Wir anderen hatten zwar keine Motorradklamotten mehr an aber sahen auch nicht viel besser aus. Dazu kam, daß Uwe und Selly seit mehreren Tagen unrasiert waren. Petra war total übermüdet. Die anderen Gesellschaften aßen 5 -6 gängige Menus mit Austern usw. und wir begnügten uns mit wenig Pasta. Das Essen, 2 Fl. Wein, 4 Fl. Bier, 2 Fl. Wasser, 2 Kaffee und 2 Tiramesu mit Sampucca kosteten 125 €. Mein Kessel (Bauch) war trotz Tabletten bis zum Platzen gespannt. Heute Nacht konnte ich das erste Mal etwas "Dampf" ablasen. Am Morgen stand Uwe unter der Dusche und ihm fehlte nach kurzer Zeit das warme Wasser und jammerte. Uwe ist ein Weichei und Warmduscher im wahrsten Sinne des Wortes.
9. Tag: Sonntag der 29.April 2007
Anzahl Kilometer:
360
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Abfahrt von der sündteueren Übernachtung (vor Cagliari) ????. Nach Pula besichtigten wir die historischen Ausgrabungen in Nora. Anschließend fuhren wir auf die Halbhinsel St. Antioco nach Calasetta. Nach einem kurzen Imbiß ging es auf der SS126 über Iglesias -Fluminimagiore nach Oristano. Die Küstenstraße hat schöne gezogene Kurven. Die Reifen werden schön rund bis zur letzten Rille abgefahren. Das Picknick fiel aus, weil die Sellys die Einkaufsmöglichkeit mißachteten. Es war Sonntag da haben die meisten Geschäfte geschlossen. Die DucDuc hat schon 2 Tage über 700 km durchgehalten. Der Empfang bei Mama Maria Bistis in Fordongiamus war herzlich mit 2 Flaschen Rotwein. Bei Familie Bistis hatten wir guten Familienanschluß. Wir lernten 2 weitere Kinder, Salvadore und Concitas, kennen. Anschließend gingen wir zum Essen in eine Pizzeria. Während des Essens regnete es sehr stark. Als wir ins Quartier zurück kamen erwartete uns schon Mama Maria mit einer Taschenlampe (nur um uns das Wetter für die nächsten Tage zu sagen). Selly sah Lisa in deren schweinchenrosa Träger-Nachthemd mit 2 Schleifchen. Sie sah aus wie Schnuck Schnuck und Selly kriegte sich vor lauter Lachen nicht mehr. Auch beim Frühstück konnte Selly sich immer noch nicht beruhigen. Leider haben wir anderen diesen Anblick nicht genießen können. Dies muß Lisa beim nächsten Treffen unbedingt nachholen!!
10. Tag: Montag der 30.April 2007
Anzahl Kilometer:
114
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Es regnete die ganze Nacht kräftig. Es gab keine vernünftige Alternative zum Fahren. Nach einem reichlichen deutschen Frühstück brachen wir auf, zuvor hatte ich meine aufgeplatzte Hose notdürftig mit Nadel und Faden geflickt. Wir fuhren zum Lago Coglianos. Es soll einmal der größte Stausee Europas gewesen sein. Diesen überquerten wir etwa bei dessen Hälfte. Anschließend war es ein typisch englisches Wetter. Neblig und feucht, einfach unfreundlich. In Fuerta de la ???? (7 Quellen) (in der Nähe von Santa Lussurgin) picknickten wir sehr gut. Danach fuhren wir auf direktem Weg nach Bosa. Die Sonne kam endlich wieder zu Vorschein. Bei einer Latte Macchiato-Pause wurden Sellys Handschuhe gestohlen. Anschließend bezogen wir unser Hotel SA-Pischedda. Erst wollten einige noch etwas Motorradfahren aber dann pröckelte die Front und zum Schluß unternahmen wir einen ausgedehnten Spaziergang, der uns fast bis hinauf zur Burg führte. Petra bekam sogar Muskelkater!? Während des Spazierganges tranken wir die bis dahin teuersten Getränke. Cola 5 €, Bier 4 €. Nach dem Abendessen tranken wir in meinem ursprünglichen Zimmer, das mit Elke abschwatze, Mirto und Lambrusco.
11. Tag: Dienstag, der 24. April 2007
Anzahl Kilometer:
240
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Wir erwachten bei herrlichem Sonnenschein. Die DucDuc läuft nach über 800 km immer noch. Langsam weicht bei Otmar die Anspannung. Die langgezogene Kurven zogen sich etwa 42 km hin. In Alghero bei der Hotelsuche verloren wir Uwe. "Er kann nicht mal hinterher fahren". Im ehemaligen Kloster San Franceso checkten wir gleich ein. Die Wegfahrt vom Hotel ging mitten durch die mit Touristen gefüllte Fußgängerzone. Nach dem Tanken fuhren wir in die Berge und besuchten die Höhlengräber bei Santa Andria. Diese waren jedoch geschlossen. Dafür machten wir wieder ein schönes gutes Picknick. Bei Lisa fing der Heuschnupfen richtig an. Lisa hatte ein großes Problem. Das Pieseln ging nicht, da sie den Schwanz eines Lurches sah. Anschließend besuchten wir die Nuarghe San Andione. Das kulturelle Interesse lies bei vielen zu wünschen übrig wie Elke fest stellte. Lediglich Lisa, Elke und ich besichtigten und bestiegen die Nuarghe. Dort trafen wir den ehemaligen Vermieter, Herrn Veigel, des neuen Schulleiters der Realschule in NES. Dessen Frau eine Fränkin wollte zurück ins gelobte Land. Wir fuhren durch eine landschaftliche schöne Gegend. Unsere Kleinwüchsigen und Petra besuchten die zufällig gefundenen Höhlengräber. Selly und Uwe genossen den kurzen Ausflug ohne Sozia nach Monte-Flone? Anschließend setzten wir unsere Fahrt mit Anhang durch die herrliche Landschaft wieder fort. Am Abend schlenderten wir durch das mit Touristen gefüllte Alghero. Es war Tag der Arbeit auch in Italien. Die DucDuc läuft am 4ten Tag immer noch.
12. Tag: Mittwoch, der 25. April 2007
Anzahl Kilometer:
403,5
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Wir warteten ca. eine halbe Stunde auf die Mayers bis wir endlich frühstücken konnten. Lisa's innerer Akku ist leer, deshalb verschliefen die beiden. Die Lungen unserer Raucher sind ähnlich gut geteert wie die sardischen Straßen. Elke ist nahezu der ideale Touri (Touren-Guide). Sie turnt in den schärfsten Kurven auf dem Moped rum, während sich Lisa und Petra krampfhaft festhalten. Bei dieser geäußerten Feststellung kam der Einwand von Lisa prompt und vehement, daß dies nicht stimmt. Die geschälten Korkeichen, als auch deren Rinde sind sehr eindrucksvoll. Bei herrlichem Sonnenschein und am sehr schön gelegenen See Lago del Coglinas machten wir unser heutiges Picknick. Die farbenfrohen und neugierigen Eidechsen sahen dabei zu und Lisa flüchtete wenn sie sie sah. Petra sonnte sich liegend auf dem Asphalt .Die Weiterfahrt ging nach Tempio-Pausanien über den MontoLimbargo. Eine alle Fahrer beglückende Strecke erzeugte zufriedene Gesichter. (4 Smiliys einfügen). Die Reifen nehmen zunehmend ab. Barny muß Sorge tragen, daß er noch mit Profil nach Deutschland kommt. Über schöne Strecken wie Aggous nach Caugiamus verschlief Lisa auf dem Moped. Es ist wieder einmal 16:30 Uhr. Ja, was kommt dann? Cappuccino. Dies ist eine täglich wichtige Feststellung von Lisa. Nicht die einzige, wie sich eingeweiht vorstellen können. Wäre dies nicht der Fall, würde nicht nur der Gummi sondern auch das leibliche Wohl buchstäblich auf der Strecke bleiben. Auf der Rückfahrt fuhren wir hinter einem weißen sardischen Lieferwagen her. Dieser war auf der Flucht. Dieser hängte uns ab als Ralf sich verbremste!! Ralf meinte zu Elke, "der fährt wie eine gesenkte Wildsau" und Elke komplettierte "Wildsau 2, 3, 4 und 5 fahren hinterher, Wildau 5 fehlt momentan". Somit ist das Logo des nächsten T-Shirts festgelegt. Elke meinte plötzlich ihre gute Führung einstellen zu müssen. Sie sagte Selly 3 wichtige Orte für die Rückfahrt zum Hotel und schlief auf dem Moped. Selly konnte sich nur 2 merken und anschließend verfuhren wir uns. Ich bin jeden Abend ziemlich verreckt. Dies ist nicht das Alter wie man mir versicherte, da die anderen ebenfalls kroky sind.
13. Tag: Donnerstag der 26.April 2007
Anzahl Kilometer:
330,7
Fahrstrecke:
Fahrstrecke muß Elke noch nachliefern
Geschehen/Ereignisse:
Heute droht der Abschied. Vor der Abfahrt wollten wir noch T-Shirts kaufen mit einer sardischen Wildsau und mit sardischer Flagge. Aber entweder gab es nicht genug T-Shirts oder nicht die richtige Größe. Wir machten unseren ersten Aufenthalt an der Grotte Nettuno. Die 650 Treppenstufen sehr beeindruckend. Anschließend fuhren wir nach Sinitio (Capo Falkone), das sich mit einem wundschönen türkisblauen Meer zeigte und tranken unseren ersten heutigen Cappuccino. Das Mittagessen in Castelsardo war gut und wir mußten feststellen, daß Uwe nicht gescheit essen kann. Er spritzte sich das T-Shirt so komplett voll, daß er es gleich gegen das letzte sauber wechseln mußte. Dies ist und war Uwe's erster und letzter Versuch Scampis zu essen. Den sehr beeindruckenden steinernen Elefanten passierten wir anschließend. Nach einer weiteren Weile Küstenstraße fuhren wir durch das Val de Luna in die Berge. Auch heute wieder pünktlich, meldeten sich Petra und Lisa mit der Mahnung das Essen nicht zu vergessen. Danach fuhren wir auf direktem Weg zum Golf von Aranci. Etwa 5 km vorher legten wir unseren letzten Latte-Stop ein. Gegen 19:30 Uhr erreichten wir den Hafen von Aranci nachdem wir vorher nochmals unsere Manschare eingekauft hatten. Wir hatten den ganzen Tag Glück mit dem Wetter, entweder es regnete vor uns oder nach uns. Das Schiff betraten bzw. befuhren wir gegen 20:45 Uhr. Beim Auspacken der Koffer mußten die schweren Gegenstände (volle Flaschen Bier und Wein) in ein haltbares Gepäckstück umgeladen werden. Uwe bekam alle 8 große Flaschen Bier und 2 Flaschen Rotwein in seine teuere haltbare Hondatasche. Sie war dafür wie gemacht. Dazu muß hier angemerkt werden, daß er bei der Hinfahrt überhaupt nichts trug. Der "endlose" Aufstieg aus dem 3 (Fahreug)-Deck in das 7te Deck mit kurzem Umweg über das 8te Deck dauerte etwa 3 Minuten. Uwe schwitze in so kurzer Zeit und war völlig außer Atem. Sellly und ich konnten uns nicht mehr halten vor Lachen. Diesmal hat es wirklich den richtigen Getroffen beim Tragen. Wir schliefen gut auf der Fähre auch ohne Kabine. Es regnete die ganze Nacht und auch bei der Ankunft in Livorno.
14. Tag: Freitag der 27.April 2007
Anzahl Kilometer:
617
Fahrstrecke:
Golf von Aranci-BAB Pisa-Florenz-Bologna-Modena-Verona-Bozen-Brenner-BAB Ausfahrt Matrei/Steinach-Innsbruck-Scharnitz
Geschehen/Ereignisse:
Nach der Ankunft verließen wir die Fähre und zogen im strömenden Regen die Regenkombis an. Regen, Regen - Dauerregen. Nach ca. 100 km waren die Klamotten der Barnys völlig durchnäßt. Elke opferte ihre Jacke und gab sie Otmar. Die beiden Kleinwüchsigen Elke und Lisa sahen wie aufgeblasene Michelin-Männchen aus. Den Versuch Lisa mit etwas Luft runder zu machen verweigerte sie leider. Ich soll mit meinem blauen Regenanzug wie ein Aralmensch ausgesehen haben. In der Poebene gab es gewaltigen Seitenwind. Wir fuhren so langsam, daß LKWs und überholen wollten!! Dies konnte und wollte Uwe sich nicht gefallen lassen und gab richtig Gas. Nach der Poebene lief es besser. Auf der Brenner-Autobahn fuhren wir als Zechpreller bis zur Anschlußstelle Matrei. Dort fuhren wir aus. Ich bezahlte für mich die geforderten 4 € und bis die Schranke schließ, fuhren die anderen einfach auch mit durch ohne zu bezahlen. Wir fuhren auf der Landstraße nach Innsbruck. Nun kommt das Highlight des heutigen Tages. Uwe parkte seine Maschine. Sie stand gut. Für Uwe nicht gut genug. Beim 5ten Umparken fiel sie endlich um. Uwe war stinke sauer. Verständlich. Danach tranken wir teueren Kaffee und Kucken (für 5,30 €).
Anschließend fuhren wir bei leichtem Nieselregen bis nach Scharnitz. Dort fanden wir eine gute Unterkunft im Risserhof für 27 €. Barnys DucDuc läuft nun schon den 8ten Tag. Wau!! Inzwischen glaubt jeder, daß er jetzt heim kommt. Nach dem 2ten Ausfall hätte ich keinen Cent auf das Geschwür gewettet. Auf der Autobahn fuhren wir bei zügiger Geschwindigkeit 280 km ohne zu tanken. Das ist super. Dafür dankt er jetzt viel mehr Öl. Aber es war schon immer etwas teuerer einen besonderen Geschmack zu haben. Meine Nähkünste lassen doch zu wünschen übrig oder der Wanst wurde zu dick, da die Naht erneut aufplatzte.
15. Tag; Samstag der 28. April 2007
Anzahl Kilometer:
430
Fahrstrecke:
Scharnitz-Mittenwald-Kochelsee-BAB Auffahrt Sindelsdorf-München-Nünrberg-Mürscht
Geschehen/Ereignisse:
Bei leichtem Regen fuhren wir in Scharnitz weg. Vor München und durch München schien die Sonne. Ich war mutig und zog meinen Regenkombi aus. Dies war ein folgenschwerer Trugschluß der mich vor der Raststätte Holledau in Form eines kräftigen Regengusses einholte. Auf dem Rasthof bei Tennenlohe konnten wir unser Fußballdefizit mittels Arena in der Raststätte ausgleichen. Die Rast auf der Raststätte nötigte der Elke ein Lob ab, da ihr der Hintern weh tat. Dieses wurde 5 Minuten später schon in das Gegenteil verändert!!!! Nie kann man was über längere Zeit den Frauen recht machen.
Mit vielen kleinen Stops und immer wieder Regen kamen wir gegen 17:30 Uhr in Mürscht an.
Fazit:
Es war ein schöner gelungener Motorradurlaub. Das Wetter in Sardinien war dazu optimal. Elke war ein sehr guter Guide. Selly fuhr super voraus solange Elke nicht schlief. Die DucDuc hielt die letzten 8 Tage super durch. Der Spritverbrauch hielt sich auch in Grenzen, dafür mußte er mehr Öl nachfüllen. Barnys Reifen hielt auch bis zur letzten Rille durch.






