Slowenien 2008

Slowenien, vom 22. bis 31. Mai 2008
 
Gesamtstrecke ca. 3388 km, schönes Land zum Motorradfahren, Straßen noch teilweise schlecht, manchmal auch Schotterpiste.
Teilnehmer: Lisa und Uwe, Petra und Otmar, Elke und Selly und ich (Roland).
 
 
1. Tag: Donnerstag (Fronleichnam) 22. Mai 2008
Anzahl Kilometer:
690
Fahrstrecke:
Mürscht-BAB München – Rosenheim – Kufstein – Tauern – Turcharer Höhe - Millstädter See - Dellach
 
Geschehen/Ereignisse:
06:00 Uhr Treffpunkt am Bahnhof in Mürscht mit Ralf, Elke, Otmar, Petra, Uwe und Lisa.
Als ich als letzter kam, es war auf der Bahnhofuhr bereits 07:03 Uhr erfuhr ich gleich die erste Routenänderung. Elke hatte einen abgelaufenen Reisepaß (Weiber!). Selly verriegelt sein Topcase nicht und nach wenigen Metern rutschte der Koffer Elke in Kreuz. Es war empfindlich kalt. Einen Großteil der Strecke wurde es nicht wärmer und wir hatten großes Glück, denn wir kamen bis Rosenheim ohne naß zu werden. Otmars Unterkiefer kam nicht zur Ruhe so fror er. Aber seine Zähne klapperten doch noch nicht.
 
 
Der Zwangsaufenthalt in Rosenheim ermöglichte es unseren Rauchern ihrer Sucht zu frönen. Lisa hatte das erste Mal was so richtig zum bobbern über Uwe’s Rauchverhalten. Das Navi leistete wieder mal sehr gute Dienste. Es führte uns aus Rosenheim über kleinste Straßen zurück zur Strecke nach Kiefersfelden. Eine landschaftlich reizvolle Strecke bot sich uns. Inzwischen waren wir in Österreich. Das Navi führte uns plötzlich auf die Autobahn und das ohne Pickerl. Das Navi ist halt nur so gut wie Uwe er füttert. 3 Ausfahrten brauchte Uwe bis er merkte, daß wir auf der Autobahn waren. Hinauf zur Turacher Höhe regnete es leider, denn die Kurven waren so richtig schön. Aber es ist war erst der Anfang einer schönen Urlaubsreise.
 
 
 
Die Quartiersuche ging sehr schnell. Wir kamen im Sonnenhof in Dellach am Millstädter See unter. Unser Quartier lag direkt am See fast 100 m über dem See und kostete für die Anderen 28 € und für mit 30 €.
Das Essen und der „Uhudler“ waren sehr gut.
Ralf sorgte für die nächste Erheiterung aber nur bei uns anderen, denn er vergaß das Kosmetiktäschchen von Elke und was noch viel schlimmer war: Elkes Migränetabletten!!!
Am Frühstückstisch bekannte Petra, daß sie Muskelkater vom Mopedfahren hatte. An ihrem Laufstiel konnte man das auch deutlich erkennen. Dies kommt sicherlich vom Zusammenzwicken der Beine.
Ich schlief sehr gut in meiner Pforzmulde.
 
 
 
 
2. Tag: Freitag, 23. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer:
318
Fahrstrecke:
Millstädter See-Lienz-Kötschach-Kötschach Mountain-Tollmezzo – Traviso - Borec
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Wir fuhren bei Regen los, Petra hatte immer noch Muskelkater. Erst als wir gegen 15:00 Uhr über den Predilpass nach Italien kamen, erwachten unsere Lebensgeister, denn es wurde merklich wärmer. Bisher gab es nichts Wesentliches zu berichten. Uwe war scheinbar immer noch nicht aufgetaut, denn plötzlich entdeckte er eine Kneipe und bis bei ihm die Entscheidung fiel, anzuhalten, war es mit dem Blinken viel zu spät. Selly träumte noch ein bißchen und fuhr fast auf. Ich flüchtete mich nach vorne weg. Ein nachfolgender Lkw hupte wie wild.
Die Unterkunftssuche verlief völlig problemlos. Gleich das zweite Quartier war unser. Wir kamen für 21,50 € unter. Die Zimmer sind super. Mein Bett war klasse. Wir verlängern um eine zweite Nacht, denn eigentlich war hier nur eine Nacht geplant.
Die Preise sind wohltuend, Cappuccino 0,90 €, Bier 1,90 €. Preise wie zu Großmutters Zeiten.
 
 
 
 
 
 
 
3. Tag: Samstag, 24. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer:293
 
 
 
 
Fahrstrecke:
Bovec (Triglav Runde)-Soca-Tal-Kranjska Gora-Mojstrana-Gorjuse-Bohinjsko See-Bled-Zelezniki-Tolmin-Borec
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Wir fuhren von der Unterkunft das Scocca-Tal hinauf. Türkis blaues Wasser begleitete uns über lange Zeit. Am Vrsic-Pass kam auch eine Gruppe Frauen auf Motorrädern an. Die Mopeds standen noch nicht und schon ging das Palaver los. Den Paß hinunter gab es ganz was Besonderes, in den Kehren war Kopfsteinpflaster verlegt
 
 
Auf dem Weg zum Wata-Wasser-Fall verfuhren wir uns trotz Navi gleich 2 mal, nachdem Elke eine Routenänderung eingeplant hatte. Der Wasserfall war beeindruckend. Unsere 2 kurzbeinigen Gemsen (Lisa und Elke) kletterten bis unter und hinter dem Wasserfall und haben geblasen wie die Wahlrösser (Originalton Elke).
Zum Wasserfall fuhren wir bereits auf Schotter. Auf der Strecke danach ging es kräftig zur Sache. Der Kies war so tief, daß es für die kurzen Beine auf großen Böcken von Selly und Uwe echt kritisch wurde die Maschinen nicht umzuschmeißen. Beide waren kurz davor zu verweigern.
Aber anhalten und umdrehen war genau so schwierig. Anschließend fuhren wir noch ca. 16 km auf festen Schotteruntergrund. Wir dachten, wer diese Schotterstrecke übersteht, der kann Motorrad fahren. Danach tranken wir unseren obligatorischen Cappuccino für je 1 €. Barny weinte um sein ehemals sauberes Motorrad! Sein Hobel war noch nie so dreckig.
Der Abstecher zum Bohinski-Jesera See war nicht das erwartete Highlight. Geplant war, sich in der Sonne zu aalen. Die Brotzeit wurde sehr zünftig auf einem Baumstumpf der als Tisch diente im stehen eingenommen. Einige Regentropfen vertrieben uns. Lisa fütterte die „Andn“ mit den restlichen Brötchen. Beim Nachmittags-Cappuccino kam die Sonne das erste Mal so richtig zum Vorschein. Ich zog alle „Unterwear“ wie L-Ü (lange Ünterhosen) aus. Auf der Heimfahrt goß es wie aus Kübeln. Nachdem wir zuvor die warmen Sachen ausgezogen hatten wurde es empfindlich kühl.
 
 
 
 
 
 
4. Tag: Sonntag, 25. Mai 2008
Anzahl Kilometer:
313
Fahrstrecke:
Kranjnska Gora-Bled-Bohinski jerera (Triglav Runde)-Bovec-Predjama Grad-Postona
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Der erste Tag ohne Regen.
Eine super Fahrstrecke. Uwe und Selly wollten endlich mal in den Steilkehren die neue richtige Fahrtechnik ausprobieren, aber ihre Ladies verhinderten (mit ihren Hintern) dies im wahrsten Sinne des Wortes „verhindern“. Dabei hatten das Uwe und Lisa bereits auf unserem Klodeckel ausprobieren können. Die beiden und ich hatten ein gemeinsames Bad, deshalb weiß ich wovon ich rede. Der Klodeckel war nicht richtig fest. Wenn man sich auf die linke Kante setzte, rutsche der Deckel unter dem „Bobess“ nach rechts weg.
Der Naßfeldpaß war immer noch gesperrt. Diesmal durchfuhren wir erneut das schöne Soccatal, diesmal in Fliesrichtung des Wassers. Ein kleiner blauer VAN machte für Uwe und Selly die Straße plötzlich sehr eng. Der Sauhund kam den Beiden auf der falschen Seite entgegen. In den sehr engen Seilkehren kam dann auch noch ein großer Omnibus daher. Er machte eine der Kehren komplett dicht, so daß Selly und Otmar nur noch links am Omnibus vorbei kamen. Es ist völliger Unsinn mit einem großen Bus da hinauf zu fahren.
Bei der heutigen ersten Cappuccino-Pause war es sehr windig.
Die rote Prima Ballerina (Ducduc, Geschwür, Schrottkiste, ....) fing wieder das Zicken an. Fluchs erstellten Uwe und ich auf einem Zettel ein Verkaufsangebot und hängten dies an die DucDuc.
Ich wollte ja eigentlich drauf schreiben, „... formschönes Motorrad zu verschenken“,
 
 
 
 
aber Uwe hatte plötzlich Angst, einer oder eine könnten das Angebot tatsächlich ernst nehmen. Das Verkaufsangebot fand Petra gar nicht lustig!!!
 
 
 
 
In Bovec aßen wir eine Pizza. Ich erhielt ein kleines Wagenrad. Aber getreu dem Motto „Dem Wirt wird nix g’schenkt“ aß ich alles auf. Selly war schuld, daß ich mich dazu zwingen mußte, denn er meinte, die paar Cent Unterschied zwischen der kleinen und der großen Pizza ist so gering, da kann man ja die Große nehmen. Dies tat ich ja dann auch.
 
Die DUCDUC lief wieder nur mit verminderter Leistung. Wir fuhren über Feldwege, Schotterpisten und teilweise gut ausgebaute Nebenstraßen Richtung Postojna. Kurz vor Postojna haben wir mitten in der Pampas an der Predjama Grad unseren obligatorischen Cappu zu uns genommen.
 
 
Die Quartiersuche gestaltete sich erstmals etwas langwieriger. Die Übernachtung war bisher die schlechteste. Das Essen war super. Unsere Ladies ließen es am abend mal so richtig krachen. Sie genossen den Schnaps und Zwitscheck sehr.
 
 
 
 

5. Tag: Montag, 26. Mai 2008
Anzahl Kilometer:
109 km, Ottmar ca. 250 km
 
Fahrstrecke:
Postojna – Lubljana – Rijeka - Piran (keine Karte, da die DucDuc-Crew Uwe’s Steffi mit zur Werkstattsuche nach Lubljana mitnahmen.)
 
Geschehen/Ereignisse:
Verabschiedung von Otmar und Petra mit ihren zickigen DucDuc. Die beiden fuhren nach Ljubljana in eine DucDuc-Werkstatt. Ursache der Zickerei war eine verölte Zündkerze. Das Grundproblem ist aber immer noch unbekannt!
Wir anderen besuchten am Vormittag die beeindruckende, schöne Tropfsteinhöhle in Postojna.
 
 
 
Nach ca. 1,5 Stunden verließen wir die Postojna-Höhle und tranken unseren ersten Cappuccino. Die Höhle ist 20 km lang.
Der Öffentlichkeit sind nur ca. 3,5 km zugänglich. Zunächst fuhren wir mit einer kleinen Bahn ca. 2 km in den Berg. Bereits diese Fahrt war klasse.
 
 
 
Bei dieser Fahrt als auch dann bei der 1,5 km langen Besichtigung war alles sehr geschmackvoll illuminiert. Die Höhle ist viel größer und schöner als unser z.B. Teufelshöhle.
Das Navi bekam Otmar zur Findung der Werkstatt. Wir anderen fuhren deshalb ohne und verfuhren uns prompt 2 mal. Piran ist eine sehr schöne kleine Hafenstadt. Wir dachten, daß Otmar und Petra längst auf uns warteten, denn wir wußten, daß sie „on the road again“ waren. Aber die beiden ignorierten das Navi erfolgreich und kamen statt in Piran bis fast nach Rejeka. Otmar fuhr kurz vor Piran einem großen Lexus hin drauf. Der Unfallschaden an seiner Kiste ist nur ein kleiner Riß im vorderen Schutzblech. Otmar rückte allerdings seinem Tank unsanft „gewaltig auf die Belle“. Gut daß es schon zweimal Vater ist!!
 

In der zweiten Tageshälfte war es schon kräftig warm. Elke und Uwe, die zwei Weicheicher, fuhren immer noch mit Innenfutter bzw. Membrane.
Irgendwann trafen dann auch die Barnyies bei uns ein. Wir, Selly, Uwe und ich, „durften“ uns dann auf Hotelsuche machen. Die Frauen verweigerten die Übernachtung in einem kostengünstigen Hotel. Dafür gingen wir dann in das zweitbeste Hotel. Kosten für ÜF – EZ 70,- und DZ 96Euro.
Ich spannte unter tatkräftiger verbaler Unterstützung die Kette an meiner Varadero. Auch ein echtes, gscheites Motorrad braucht manchmal etwas Pflege.
Am Abend kann aus dem Nachbarbadeort Portoroz Iwan, ein netter Onkel von Elke. Wir tranken erst noch einen Aperitif (Bier) am großen Platz.
Otmar, Petra und die Mayerin wollten noch die Kirche von Piran anschauen, diese war aber zu. Danach gingen wir gemeinsam zum Essen. Es war ein schöner, gemütlicher Abend in einem Strandlokal.
 
 
 

6. Tag: Dienstag, 27. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer:
296 km
Fahrstrecke:
Piran-Parzin (Kroatien)-Lovran-Petrina-Kocevje-Lasce-Novo Mesto-Oresje (Elkes Hom)
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Fast alle wurden vom Glockenläuten und Stühlerücken vor dem Hotel geweckt. Wir hatten dem Hotelpreis entsprechend ein tolles Frühstück mit allem was das Herz begehrt. Der Drang zum Motorradfahren blieb in Anbetracht der hohen Temperaturen völlig aus. Uwes Navi war für Kroatien nicht gerüstet, also hatte ich die zweifelhafte Ehre den Guide zu spielen. Die Straßen in Kroatien sind schlechter und nicht so griffig wie in Slowenien. Siesta machten wir in Lovran (Kroatien). Das ist eine schöne Stadt direkt am Strand. Ich machte ein kleines Nickerchen. Die Ladies waren im Wasser.
 
 
 
Danach machten wir uns auf dem Weg zu Elkes Home. Wir fuhren zunächst Autobahn. Diese verließen wir in Cavle. Danach befuhren wir eine schön geschwungene Bergstraße nach Delnice. Bei Brod na Kupe kamen wir wieder nach Slowenien. Die schöne Strecke setzte sich bis Novo Mesto fort. Elkes schönes Home liegt im Hügelland. Den Abschluß des Tages verbrachten wir bei einem zünftigen Essen mit Weib und Wein.
Wichtiger Nachtrag, die Geschwür (DucDuc) läuft wieder. Gott-sei-Dank.
 
 
 
 
 
7. Tag: Mittwoch, 28. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer:
238 km
Fahrstrecke:
Ljubljana (Rundtour)
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Auf dem Weg nach Ljubljana fuhren wir an zahlreichen Baustellen vorbei. Die viele Bautätigkeit in Slowenien ist gewaltig. Der Lkw-Verkehr nahm ständig zu. Es war den ganzen Tag sehr warm. In Ljubljana besuchten wir die Burg. Danach wurde die Hitze unerträglich und wir mußten auch noch mal auf Schotterstraßen fahren. Selly der staubige Bruder, wirbelte den ganzen Staub auf. In einer urigen Kneipe aßen wir eine leckere Pizza. Danach besorgten wir einen Gutschein für Natascha (die Frau von Iwan), als kleines Dankeschön, für die bevorstehende Einladung am Abend. Alle die zur buckligen Verwandtschaft von Elke gehörten (Lisa, Selly und Uwe) machten gleich einen Einkehrschwung bei der Verwandtschaft. Die Barnies und ich, wir gehören ja nicht zur Sippschaft der Mayers, fuhren zum Haus und schufteten. Wir schnippelten Tomaten, Gurken und sonst noch was für einen Salat den wir unserer Gastgeberin mitbringen wollten. Danach war die Schufterei nicht zu Ende und wir schnippelten noch einen prima Obstsalat. Erst nach getaner Arbeit (ist ja klar) kam Uwe als erster Nachzügler zum Haus hoch gefahren und grinste nur. Da wußten wir sofort Bescheid um Uwes Zustand. Selly kam nochmals später und schwitze. Die 200 m mit dem Moped schafften ihn völlig. Selly überbrachte uns eine Einladung von Joschko (Cousin von Elke) zu einem/vielen Schluck herrlichem Wein. Außerdem gab es Schinken, Brot und Eier. Ersatzweise für einen Hund hatten sie einen kleinen Ziegenbock mit dem Namen Picki. Es war ein schönes kleines Ziegenböcklein. Elke „briebbelde“, daß wir schon längst bei Iwan und Natasche sein sollten aber kam selbst nicht los. Einige von uns taten sich besonders schwer die paar Meter bergauf zu gehen.
Mit Salaten und Geschenk (nahmen wir an Elkes Home mit) bestückt trafen wir verspätet bei Iwan ein. Es gab vorzügliches Fleisch und sehr guten Wein. Auch der Schnaps floß reichlich. Die hübsche Tanja (Tochter des Hauses) versorgte uns bestens. Uwe war über meine Trinkerqualitäten erstaunt. Weit nach 24:00 Uhr schafften wir es endlich Abschied zu nehmen. Diese Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Slowenen im allgemeinen und im Besonderen von Elkes Verwandtschaft ist sehr beeindruckend.
Die Ladies gingen voraus nach Hause. Es war sehr dunkel. Selly geriet in die Regenrinne der Straße und verlor dabei seinen Schlappen. Aber da sieht man, wie standfest ein guter Fußballer auch in diesem alkoholisierten Zustand ist. Uwe suchte mit dem Feuerzeug denselben. Erst am nächsten Morgen merkte Uwe, daß er sich bei der Suchaktion den Finger verbrand hatte!
Es war ein schöner Abend.
 
 
 
 
 
8. Tag: Donnerstag, 29. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer:
271 km
Fahrstrecke:
Elkes Home- (Richtung Kiefersfelden) Oberbreitenegg
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Barny, der Frühaufsteher schmökerte schon ab 07:00 Uhr in seinem Buch. Ich stand um 07:30 Uhr auf und wir machten das Frühstück. Trotz des vielen, aber sehr guten Weines, hatte ich überhaupt keine Probleme. Die anderen waren immer noch klinisch tot. Eine in der Nachbarschaft laufende Motorsense wurde ignoriert. Erst der Klang meines Motorrades weckte die anderen. Ich machte eine Irrfahrt und brachte schließlich doch frische Brötchen mit. Natascha besuchte uns auch noch mal. Es war wieder sehr heiß. Der Rödel lief nur so runter. Auf unserer Weiterfahrt trafen wir das letzte Mal auf den von vielen ungeliebten Schotter. In Terpoline trafen wir eine weitere Verwandte von Elke. Elke und Selly kamen etwas später, da er eine extra Runde fuhr. Als auch er endlich auf die Terrasse kam, dachten wir, jetzt hat’s ihn erwischt (der Irrsinn). Er sprach eine wildfremde Frau an und sagte mehrfach „kennst Du mich nicht ich bin der Ralf“ und klopfte sich dabei auf seine Schenkel. Aber sie schüttelte vehement den Kopf. Wir anderen machten uns schon große Sorgen um seinen geistigen Gesundheitszustand, denn es war sehr warm. Als endlich Elke die Terrasse betrat wurde schlagartig Sellys „geistige Verwirrung“ gelöst. Es war tatsächlich eine von Elkes vielen Cousinen. Gott-sei-Dank. Danach fuhren wir auf Sloweniens angeblich schönster Kurvenstrecke. Inzwischen sind wir in Österreich angekommen. Die Straßen sind gleich viel besser. Wir waren wie so häufig gegen Abend auf Zimmersuche. Eine der möglichen Vermieterinnen kam Ruß-, Öl- oder farbverschmiert zum Vorschein. Das war wohl nix. Beim 3ten Anlauf fanden wir eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Uwe’s Navi ist spitze.
29 € mußten wir für das Zimmer löhnen. In Österreich sind Straßen im Renovierungszustand (wird bereits daran gearbeitet und deshalb gesperrt) besser als teilweise offizielle Straßen in Slowenien.
 
 
 
 
 

9. Tag: Freitag, 30. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer:
277 km
Fahrstrecke:
Picksatal-Köflach-Stubalpe-Judenberg-Stöcklpass-Grömig-Bad Mitterndorf-Hallstadt-Gosern-Abtenau
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Es war ein schöner Morgen. Alle sind fertig aufgerödelt. Hocken auf den Kisten, Motoren laufen schon, nur Barny ist noch auf dem Hauptständer. Er hubbelt runder und das war’s dann. Denn er ist auf seiner niedrigen DucDuc noch kleiner als sonst. Die armen Barnies hatten einen Platten m hinteren Reifen. Uwe orakelte den ganzen Urlaub schon: “Du kommst mit dem Reifen nicht heim“. Obwohl er auch, wie alle anderen hinten einen neuen Reifen montieren lies. Uwes Anspielungen passierten auf nix als auf die Erfahrung aus dem letzten Jahr. Petra war in dieser Situation überhaupt nicht mehr zum Lachen zu mute.
Für die nächste Reise müssen wir uns ein Reifenflickset besorgen. Gott-sei-Dank hatten die Barnies ein „rund um sorglos Paket“ beim ACE abgeschlossen. Unsere anschließende Zwangspause dauerte ca. 1,5 Stunden. Danach entschieden wir uns zu trennen.
Die Fahrkunst aus einer Kurve eine Gerade oder annähernd eine Gerade zu machen hatte Selly noch nicht verstanden. Die Strecken waren schön zum zügigen Fahren. Es waren weitläufige Kurven. Hinauf zum Stöcklpaß waren die Straßen schlecht. Die Barnies wurden von einem Unternehmen abgeholt und vor einem Reifenhändler abgeladen. Es war kurz nach 12:00 Uhr und die Werkstatt machte Mittagspause. Petra war so „durch den Wind“, daß sie dachte es sei bereits Samstag und damit Sorgen machte, daß sie erst am Montag neue Reifen bekommen würde. Häufiger telefonischer Kontakt zu Barnies informierte uns permanent über die Situation an der DucDuc.
Telefonisch haben wir dann mit den Barnies ausgemacht, dass wir uns gegen 17 Uhr zur Zimmersuche in Abtenau treffen würden. Wir fuhren super Stecken (Hallstätter See…..) und Barny der Raser fuhr überwiegend Autobahn.
Die freundliche Dame im Touribüro von Abtenau besorgte uns eine gute und günstige Privatunterkunft (::?) . Die Hausdame musste noch das Zimmer von mir (Roland) herrichten, Betten überziehen und beim österreichischen Staubwischen schaute Roland aufmerksam zu.
Das Abendessen auf dem Marktplatz von Abtenau war wie immer gut. Da wir alle unser Sardinien T-Shirt mit der Wildsau anhatten, waren wir schon eine Art Attraktion, die viele Blicke anzog.
Am nächsten Morgen beim Frühstück kamen wir nicht einmal zum Schreiben am Tagebuch des letzten Tages (machen wir in der Regel immer beim Frühstück). Die Hausdame stand die meiste Zeit zwischen unseren 3 Tischen und schnatterte wie ein altes Waschweib. Wie halt Frauen so sind. Adresse: Mariann Bachler, Markt 177, A-5441 Abtenau, Tel. 0043/6243/2433
 
 
 
 
 
 
10. Tag: Samstag, 31. Mai 2008
 
Anzahl Kilometer: 613 km
Fahrstrecke:
Abtenau-Postalm8Maut)-Strobl-St.Gilgen-Fuschl-Krispol-Berchtesgaden-Bad Reichenhall-BAB München-Nürberg-Mürscht
 
 

 
 
 
 
Geschehen/Ereignisse:
Ohne dramatische Ereignisse kamen wir bis Holzkirchen. Die Strecke bis dorthin war teilweise sehr romantisch. In Holzkirchen verabschiedeten wir die Sellies. Diese blieben noch 2 Tage in München. Ralf hatte einen freien Eintritt zum BMW-Golf-Turnier gewonnen. Die Heimfahrt auf der Autobahn verlief problemlos, trotz DucDuc.
Wir waren gegen 18:30 Uhr in Mürscht. Unser obligatorisch gewordenes Abschlußessen nahmen wir beim Hellmig ein. Leider ohne die Sellies.
 
Fazit:
Es war ein schöner harmonischer, teilweise anstrengender, aber gelungener Motorradurlaub. Das Wetter war am Anfang etwas kühl. Dann wurde es ideal. Gegen Ende wurde es einfach zu warn. Steffi war ein sehr guter Guide, solange Elke nicht das Kommando übernahm. Ja, so ändern sich die Zeiten. Uwe fuhr super mit Steffis Hilfe voraus. Die DucDuc hielt die letzten paar Tage gut durch. Barnys Reifen hielt auch bis nach Hause, nachdem er einen neuen Hinterreifen in Österreich kaufte.